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Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon elfeee » Sa 25. Aug 2012, 20:20

@holzerbräu

Der Herrgott musste Schwerstarbeit leisten...


Du sagst es genau mit diesen Worten :shakehand:
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Brandner » Sa 25. Aug 2012, 20:32

Holzerbräu, da hast du recht. Die Tat an sich war so nicht geplant und der Täter war mit sechs Toten konfrontiert. Er hatte das Glück das die HKler niemanden groß abgingen. So konnte er Spuren vernichten und andere legen
( Heuseil ). Er hatte auch keine andere Wahl,er hatte ja sechs Leurte umgebracht. Das die Ermittlungen so dilletantisch waren spielte ihm auch in die Hände. Man sieht auch die spätere Rechtfertigung ( Da hat der Herrgott..)
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon holzerbräu » Sa 25. Aug 2012, 21:21

@Brandner

Dem kann ich eigentlich nur noch hinzufügen, dass aus meiner Sicht die Tat auch mit diesem Ergebnis vom Täter beabsichtigt war, aber nicht minutiös vorausgeplant war. Der Täter hatte mE weder einkalkuliert, wie schwer ein derartiges Verbrechen auf seinem Gewissen lasten würde, noch, was überhaupt auf ihn zukommen würde. Doch das kann man natürlich auch anders sehen.
Alles in allem hast du völlig recht. Man kommt nicht daran vorbei, dass wir es mit einer Beziehungstat zu tun haben, die anschliessend verschleiert werden sollte.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war der Täter kein Irrer, der eine Familie auslöschte, nur um für einige Tage ein Dach über dem Kopf zu haben und eventuell irgendwelche Wertgegenstände mitzunehmen zu können.
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon elfeee » Sa 25. Aug 2012, 22:15

@holzerbräu

dem kann ich mich nur anschließen. Es war blinde Wut, die durch das Verhalten der Viktoria entstanden ist, und die sich in dieser grausamen Art entladen hat.

Wie ist es heute ? Auch nicht viel besser, wir werden häufiger denn je mit solchen Taten konfrontiert, es ist grausam, wenn Eltern ihre unschuldigen Kinder umbringen, so wie wir es in letzter Zeit erleben mussten. Einfach grausam und gemein den armen Kindern gegenüber, die ja gar nichts dafür können.

Die Welt hat sich nicht verbessert, wenn man das als Vergleich nimmt.

Die Polizei ist besser geworden, aber sie hat auch heutzutage auch schon versagt.
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Brandner » So 26. Aug 2012, 05:15

Solche Probleme zwischen Nachbarn die mit Mord und Totschlag enden gibt es heute genauso, wie Elfeee schrieb.Und das waren allesamt keine Verrückten
Mit der Planung meinte ich das der Täter " reinen Tisch " machen wollte und sicher sehr erregt war . Die Haue spielte da nur eine untergeordnete Rolle, es hätte was anderes auch gewesen sein. Er wird aber nicht ohne Bewaffnung in den Hof gegangen sein.
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Hauser » So 26. Aug 2012, 08:37

Brandner hat geschrieben: Er wird aber nicht ohne Bewaffnung in den Hof gegangen sein.


Der Spitz konnte ein Lied davon singen, bzw. jaulen. Ich glaube, dass mit dem Gejaule des Hundes die Bewohner in den Stall gelockt wurden.
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon pilvax » So 26. Aug 2012, 09:13

Brandner hat geschrieben:Er wird aber nicht ohne Bewaffnung in den Hof gegangen sein.


Dass der Täter mit seiner "eigenen" Reuthaue nach Hinterkaifeck gegangen ist glaube ich weniger, denn die hätte er bestimmt nicht am Tatort versteckt.
Er wird wohl nach einer eskalierenden Auseinandersetzung, oder es hatte ihn zunächst nur der kläffende Hund genervt, zum nächstbesten waffenähnlichen Gegenstand gegriffen haben.
Dass dieser zufälligerweise aus seinem ehemaligen Fundus stammte, bemerkte er womöglich erst am nächsten Tag, beim Aufräumen und deshalb versteckte er die Reuthaue Hals über Kopf am Dachboden.
Ich habe schon mal eine andere Theorie angedacht, die wäre aber noch spekulativer.

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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Brandner » So 26. Aug 2012, 17:00

Ich hab mich da nicht richtig ausgedrückt. Ich meinte nicht das der Täter die Haue von daheim mitgenommen hat, obwohl er sie als die ihm gehörende deklarierte. Ich meinte das er sich am HK Hof mit der Haue bewaffnete. Das sie gerade zufällig in Griffweite war glaube ich weniger, Der Täter wird schon im vorhinein nachgeschaut haben womit er seinen Drohungen nachdruck verleihen kann.
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Marianne » Mo 27. Aug 2012, 08:59

Sodele, jetzt habe ich den Leuschner-Wälzer durchgeackert.....und stehe - wie es halt immer ist bei mysteriösen Mordfällen - wie der Esel am Berg! :mrgreen:
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Aldrin » Mo 27. Aug 2012, 11:17

pilvax hat geschrieben:Ich habe schon mal eine andere Theorie angedacht, die wäre aber noch spekulativer.

Nur keine Scheu - leg los! ;)
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Brandner » Mo 27. Aug 2012, 15:21

Marianne,mir ist es auch nicht anders gegangen. Ich bin dagestanden wie der Ochs vorm neuen Tor :roll:
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Hauser » Mo 27. Aug 2012, 20:14

Der kleine Leuschner ist besser, da gibt es weniger Dinge die Ablenken können.
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Spinnefix » Di 12. Feb 2013, 19:38

Ich denke , dass das Motiv Rache ist ( emotionale Tat). Diese setzt eine gewisse Enttäuschung über ein Ereignis od. das Leben auf dem Hof voraus , nach dem Motto: alle wissen es- keiner tut etwas. Ich denke dabei an die Inzestgeschichte die vielleicht nicht ausreichend gesühnt worden ist ( aus dem Blickwinkel des od. der Täter) od. andere " Ungereimtheiten" auf dem Hof.
Der Täter könnte durchaus vor der Tat ein rechtschaffender od. rechtgläubiger Mensch gewesen sein, dem es irgendwann zuviel wurde, od. das "Unrecht " nicht dulden wollte und in seinem Rausch alles Leben auf dem Hof vernichtete.
Vielleicht hat er sogar nach der Tat mit einem Geistlichen gesprochen ( ev. gebeichtet)?
Vielleicht war es jemand, dem keiner auch nur irgendetwas schlimmes zugetraut hätte.
Um Skandale zu vermeiden wurde vieles auch vertuscht, einem muss die "Sicherung" durchgebrannt sein.
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon elfeee » Di 12. Feb 2013, 23:43

@spinnefix
Vielleicht war es jemand, dem keiner auch nur irgendetwas schlimmes zugetraut hätte.
Um Skandale zu vermeiden wurde vieles auch vertuscht, einem muss die "Sicherung" durchgebrannt sein.


Grüße Dich erst mal recht herzlich :shakehand: .
Ich nehme an, das Du Dich schon mit dieser guseligen Materie auseinander gesesetzt hast, wie ich Deinen ersten Beitrag entnehnmen kann.
Wie bist Du eigentlich zu diesem Mordfall gekommen ?
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Re: Der Täter - Ein religiöser Fanatiker? Ein Psychopath?

Beitragvon Brandner » Mi 13. Feb 2013, 10:32

Am ehesten passt Rache, sonst hätte der Täter nicht die ganze Familie samt Magd ausgerottet. Die Inzestgeschichte an sich wird nicht der Auslöser gewesen sein, der wurde damals nicht so negativ bewertet wie heute, der diente eher als nachträgliche Rechtfertigung, siehe beschriftetes Sterbebildchen.
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